Was wäre wenn…

Singles wünschen sich Beziehungen und Menschen, die einen Partner haben, fragen sich, ob sie etwas verpassen, Reisende vermissen Beständigkeit, die Beständigen sind ruhelos, alte Freunde suchen neue Freunde, neue Freunde vermissen die alten Freunde, und so ziemlich jeder Mensch in meinem Alter hat diese unterschwellige Sorge, irgendwo etwas mit irgendwem irgendwie nicht richtig zu machen, zu verpassen, zu vermissen, und dass sie nicht wirklich ihr Leben leben … Schäme dich nicht dafür. Diese Zweifel sind natürlich und jeder, den du kennst, hat sie – ja genau, sogar diese eine Person, an die du so oft denkst. Erlaube dir, in Frieden mit dir selbst zu leben. Erlaube dir, mit dem, was du hast, Zufriedenheit zu empfinden. Und wenn du es wirklich nicht magst, was du hast, erteile dir die Erlaubnis daran etwas ändern zu dürfen. Auf der Stelle, jetzt, Schritt für Schritt.

 

Dieser wunderbare Text hat Lars Amend geschrieben. Kennt ihr genau dieses Gefühl, das er hier so deutlich beschreibt?

 

Ich kenne das sehr gut. Wir haben ein Haus und ich frage mich wie es wohl wäre in einer Wohnung zu wohnen? Ich hätte weniger zu putzen, hätte weniger materielle Sachen, die mich so oft belasten, dass ich ständig nur am ausmisten bin. Weniger Strom- und Heizkosten, mehr Geld fürs reisen? Weniger Rasen mähen, dafür mehr Zeit mit Kindern verbringen?

 

Ach ja, Kinder… Wie es wohl wäre, wenn wir nicht diese wunderbaren drei Kinder hätten? Vielleicht hätten wir nicht so viele grauen Haare und Falten, denn jeder der Kinder hat, weiß wie nervenaufreibend und anstrengend manchmal die Erziehung sein kann. Diese schlaflosen Nächte, wenn die Kinder klein sind. Auch wenn sie größer werden, sind die Nächte nicht so ganz ruhig. Für mich ist es manchmal ein Luxus wenn ich mal eine ganze Nacht durchschlafen kann und kennt ihr diesen Luxus wenn ihr das ganze Haus oder die Wohnung für sich alleine habt? Da fragt man dann schon, soooo wo fange ich jetzt an, was mache ich zuerst? Lange duschen und sich eine Haarmaske gönnen, Sport machen, ein Buch lesen, im Bett ein Eis essen und Podcast hören oder doch lieber alleine spazieren gehen, meditieren oder vielleicht einfach nur schlafen? Wie es wohl wäre, wenn wir jetzt keine Kinder hätten? Wären wir voll die Karrierejunkies und wären ständig auf Reisen?

 

Früher habe ich mir sehr viele Fragen, wie diese, gestellt. Bis ich irgendwann eingesehen habe, dass es GUT so ist – WIE ES IST. Ich hätte mich nie zu der Person hin entwickelt, die ich gerade bin, wenn ich meine drei süßen Mäuse nicht hätte. Sie rauben ab und zu meine Nerven – ja – und ich gebe zu, dass ein Großeinkauf im Supermarkt, alleine, ich meine so ganz alleine, manchmal mit einem Kurzurlaub verglichen werden kann… aber mein Leben ist viel bunter und farbenreicher mit meinen Kids und ich möchte sie auf keinen Fall missen.

 

Und ich bin dankbar für dieses Leben, für alles was ich habe, was ich bis jetzt erreicht habe und was noch wunderbares kommen wird.

 

Wer kennt das noch, was sind eure Themen, die euch beschäftigen und ihr euch fragt, was wäre wenn ich das hätte bzw. nicht hätte? Schreibt mir die in Kommentare, ich freue mich !

 

Danke Lars www.lars-amend.de/ für diese wunderbaren Worte, dein Text hat mich zum nachdenken gebracht 😉

Ein Satz zum Abschluss noch. Dieser ist mittlerweile mein Motto geworden:

Sei dankbar für das, was du hast,

akzeptiere was du NICHT hast und

erschaffe all das, was du dir wünschst!



1 thought on “Was wäre wenn…”

  • Liebe Ana,
    ich habe nun lange darauf gewartet wieder etwas von dir zu lesen. Und freue mich sehr über deinen Artikel.
    Wie du mitbekommen hast, hat mich das Thema Dankbarkeit ein ganzes Jahr lang ganz intensiv begleitet und auch meine Sichtweise gravierend verändert. Zu meinem persönlichen Glück!
    Auch ich hatte früher Gedanken wie: „Wie wäre mein Leben, wenn ich zwei oder drei Kinder hätte und nicht nur eins?“ oder „Wäre mein Leben besser verlaufen, wenn meine Eltern nicht entschieden hätten mit uns Kindern auszuwandern?“
    Allerdings war die Ursache dieser Gedanken immer nur der Vergleich mit anderen. Wenn ich auf das schaue was ich habe und erkenne wie gut es mir geht, bin ich zutiefst mit Dankbarkeit erfüllt.
    Schön zu lesen, dass du einen ähnlichen Weg gehst.
    Lieben Gruß aus der Schweiz
    Alewtina

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